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Kate Prasdorf - erbaut ca. 1680

Diese mit Reet gedeckte Zweiständerfachwerkkate, wurde 2000/2001 von Grund auf saniert. Das Fachwerk wurde aus dem Befund abgeleitet, rekonstruiert und wieder hergestellt. Alle Schwellen wurden neu eingezogen, Stützenfußpunkte durch anschäften saniert oder ganze Ständer ersetzt. Bei der Sanierung wurde darauf Wert gelegt, dass Verformungen als Geschichte des Gebäudes beibehalten wurden. Dieses Prinzip wurde auch im Inneren weitergeführt. Hier war auch auf die Beibehaltung der Proportionen ein Schwerpunkt. Dies hatte u.a. zur Folge, dass Türhöhen von der ehemaligen Tenne in den ehemaligen Abseitenbereich von 1,62 m akzeptiert wurden. Diese Konsequenz wurde im täglichen Gebrauch bisher niemals bedauert. [mehr lesen]

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Die gesamten Fußböden wurden ausgeschachtet und nachträglich eingebaute Betonfundamente wurden wieder durch Felsfundamente ersetzt. Der neue Fußbodenaufbau besteht aus einer neu eingebrachten Schichtung aus Blähton mit einem abschließenden kalkgebundenem Rohfußboden, welcher entweder mit Ziegeln im Sandbett oder Dielen auf Balkenlage belegt wurde.

Im Bereich des ehemaligen Wohnkammerfaches wurden die Fenster zum Teil neu angelegt. Alle Fenster sind Verbundholzfenster. Diese bieten den Vorteil, dass die Einscheibenverglasung außen die Originalbreiten der ehemaligen Sprossenfenster erhält, innenliegend befindet sich ein zweiter Flügel mit Einfachverglasung. Bei der Raumaufteilung wurde darauf geachtet, dass die historische Fachwerkstruktur ablesbar bleibt. Sämtliche Innenwände wurden mit Kalkmörtel verputzt und dann mit Kalkfarbe gestrichen.

Die Decken wurden neu eingebaut bzw. neu aufgebaut. Im Bereich der Tenne sind alte rauchgeschwärzte Eichedielen verwendet worden. Diese zum Teil 60 cm breiten Dielen wurden gereinigt und anschließend mit Leinöl beschichtet, so dass diese Decken erhaben schwarz glänzen und wunderschön anzusehen sind. Dieses Gebäude findet in dem Buch: “Refugien“- von Thomas Drexel, erschienen im Callwey Verlag, 2004, auf einigen Seiten seine Würdigung.

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